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Custom Keywords
Argument an Keywords übergeben
Base64 En-/Decoder
Zeit- & Datumsformat

Custom Keywords

Mozilla bietet ein Feature, das „Custom Keywords“ genannt wird. Es ist ein einfaches und unscheinbares Feature – aber das sind oft die besten.

Was Bookmarks sind und wie man sie erstellt, ist nicht Teil dieses Textes. Wie sie zu benutzen sind, sollte auch klar sein: Bookmarkmenü auf der Suche nach dem Gewünschten durchstreifen und auswählen. Je nachdem wie organisiert Sie Ihre Bookmarks ablegen, dauert das von einem Blinzeln bis zu einer kleinen Ewigkeit. Mit Mozilla haben Sie aber auch die Möglichkeit, ein Bookmark über ein Schlüsselwort aufzurufen.

Um dieses zuzuweisen, öffnen Sie den Bookmarkmanager (z.B. CTRL+B), wählen das Bookmark und öffnen seine Eigenschaften (z.B. CTRL+I) und sehen dann folgenden Dialog (in Mozilla, in Firefox ist er etwas anders) – ich verwende übrigens den Screenshot eines englischen Systems und nenne auch die Elemente bei ihren englischen Namen, damit alle Besucher eine gemeinsame Basis haben: Bookmarkeigenschaften

Der Schlüssel ist im wahrsten Sinne des Wortes das Feld „Keyword“. Was Sie hier eintragen ist das Schlüsselwort, welches bei Eingabe in der URL-Zeile die jeweilige Seite, die in „Location“ steht, aufruft.
Im Beispiel ruft also „bug“ als URL Bugzilla auf und zeigt den Bug %s an.

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Argument an Keywords übergeben

Moment, %s? Das ist keine gültige Bugnummer, das wird ihnen Bugzilla auch erzählen, sollten Sie https://bugzilla.mozilla.org/show_bug.cgi?id=%s aufrufen. Hier handelt es sich vielmehr um ein Feature im Feature.

Denn Mozillas Bookmarks nehmen auch Argumente an! Als Argument wird alles angesehen, was durch ein Leerzeichen getrennt hinter dem Keyword in die URL-Zeile eingegeben wird: „bug 30651“ ruft (den übrigens amüsanten) Bug 30651 auf. Das erspart den Besuch von https://bugzilla.mozilla.org, ansteuern des Eingabefeldes und Eingabe von „30651“.

Das geht mit allen Seiten, die die Übermittlung von eingegebenen Daten per GET erledigen. Die URL sind meistens kryptisch anzusehen, aber leicht zu verwerten.
Geben Sei einfach mal in Ihre Lieblingssuchmaschine z.B. das Suchwort „Mozilla“ ein und sehen Sie, was daraus wird – bei Google ist es „http://www.google.de/search?q=Mozilla&ie=UTF-8&oe=UTF-8&hl=de&btnG=Google+Suche&meta=“. Dann bookmarken Sie sich das Resultat, ersetzen den Suchbegriff durch %s und setzen sich ein Keyword, beispielsweise „go“. Fertig

Ein paar solcher Beispiele:

Und es gibt dutzende weitere Möglichkeiten.

Wen übrigens in Google (oder einer anderen Suchmaschine) die ganzen Werbeseiten, Auktionen und Preissuchen nerven, kann natürlich als festen Teil der URL Ausschlußworte hinterlegen.
Obige Google-URL würde dann beispielsweise zu http://www.google.de/search?hl=de&ie=UTF-8&oe=UTF-8&q=%s+-ebay+-Auktionen+-Preisvergleich&btnG=Google-Suche&meta=

Diese Anleitung basiert auf http://www.mozilla.org/docs/end-user/keywords.html

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Base64 En-/Decoder

Diese oben beschriebene Funktionalität läßt sich auch für anderes nutzen. Mozilla bietet interne Funktionen zum Codieren und Decodieren von Base64-Strings. Diese sind über Javascript auch vom Anwender nutzbar, ihre Namen btoa (->Base64) und atob (->Text).

Man lege sich also ein Bookmark mit Adresse „javascript:btoa(%22%s%22)“ und Keyword „b64e“ an, bzw. „javascript:atob(%22%s%22)“ und Keyword „b64d“.
Dann ist das umwandeln von Text in einen Base64-String eine Sache von „b64e Test“. Um das wieder umzukehren genügt „b64d VGVzdA==“ ein.

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Zeit- & Datumsformat

globales Datumsformat

Beim Formatieren von Zeit- und Datumsangaben richtet sich Mozilla generell nach den jeweiligen Systemeinstellungen. Unter Unixen sind dies verschiedene locale-Environmentvariablen, nicht die Einstellungen in den betreffenden Panels der Desktop Environments wie Gnome oder KDE. Die Auswertungsreihenfolge der Environmentvariablen ist dabei systemabhängig. Bei der glibc unter Linux ist sie LC_ALL, LC_TIME, LANG. Bestückt mit dem jeweiligen locale kann man so alle genormten Formate einstellen. Beispiele:
de_DE = 31.12.1999
en_US = 12/31/1999
en_GB = 31/12/99
en_DK = 1999-12-31 (ISO 8601)

Diese Variablen müssen natürlich nicht global gesetzt werden soll das restliche System unangetastet bleiben. Um beispielsweise Thunderbird auf einem Ubuntu-Linux über ein Icon zu starten, kann man ein Bash-Script mit folgendem Inhalt anlegen und als Ziel des Starters angeben:
#!/bin/sh
export LC_TIME=en_DK.UTF-8
/usr/bin/thunderbird $1

Nach o. g. Variablen richtet sich übrigens auch der Default für das in der Einleitungszeile von Antworten verwendete Format für das Datum (wenn eingeschaltet). Um für diese Angabe unabhängig vom sonst verwendeten Datumsformat etwas anderes einzustellen gibt es das hidden pref mailnews.reply_header_locale. Das verlangt allerdings einen Bindestrich statt eines Unterstriches, also beispielsweise "de-DE".
Unter Unixen funktionierte die Einstellung wegen eines Bugs leider lange nicht, so ergab dort alles andere als leer ("") bzw. "en_US" auch nur en_US. Der Bug ist mittlerweile gefixt, wird aber für alle die keine Nightlies benutzen erst in den Releases Thunderbird 3.0 bzw. SeaMonkey 2.0 verfügbar sein. Also unter Unixen solange das Pref weglassen und die Steuerung den Variablen überlassen.

Um unter Windows das Format in der Einleitungszeile nach ISO 8601 einzustellen ist die locale-Angabe „sv-SE“ zu verwenden. Das funktioniert auch unter Linux, allerdings muß da dieses locale auch installiert sein. Da es das meistens nicht ist, ist es dort einfacher o.g. en_DK zu verwenden.

Wie die Einleitungszeile unter Mac OS X auf ISO 8601 eingestellt werden habe ich noch nicht herausgefunden. „en-DK“ ergibt das britische Format und mit „sv-SE“ kommt man nahe dran, aber trifft es nicht ganz. Das Ergebnis: 99-12-31 23.53. Über sachdienliche Hinweise wäre ich dankbar.

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Datumsspalte

Der Mailclient verfügt über eine Datumsspalte in der Mailliste. Per default ist die so konfiguriert, daß bei Mails vom heutigen Tag nur die Uhrzeit angezeigt wird, kein Datum. Alle weiteren mit vollem Datum des Formats 31.12.1999 23:59.

Daß dies auch geändert werden kann, wissen jedoch die meisten User nicht. Woran das liegt, weiß ich nicht – nur das fehlende UI (wobei u. g. Extension Abhilfe schafft) kann’s nicht sein, das haben andere, bekanntere Prefs auch nicht.

Zuständig für die Konfiguration sind folgende Prefs (änderbar über die URL about:config oder die Dateien prefs.js bzw. user.js im Profil):
mail.ui.display.dateformat.default
mail.ui.display.dateformat.today
mail.ui.display.dateformat.thisweek

0 = kein Datum (23:53)
1 = langes Datumsformat (z. B. Freitag, 31. Dezember 1999 23:53)
2 = kurzes Datumsformat (z. B. 31.12.1999 23:53)
3 = Jahr/Monat (1999/12 23:53)
4 = Wochentag (Fr 23:53)

Das genaue Aussehen des kurzen beziehungsweise langen Formats (z.B. „Fr“ statt „Freitag“) läßt sich im Betriebssystem einstellen.
Auf Unixsystemen ist das lange gleich dem kurzen Format, zur Generierung wird strftime mit Formatstring %x (also was „date +%x“ auf der Konsole ausgibt) benutzt.

Folgende Einstellungen führen zur Anzeige nur der Uhrzeit bei Mails vom heutigen Tag, Wochentag und Uhrzeit bei Mails innerhalb der letzten 7 Tage außer heute und volles Datum mit Uhrzeit bei allen anderen Mails:
user_pref(”mail.ui.display.dateformat.default”, 2);
user_pref(”mail.ui.display.dateformat.today”, 0);
user_pref(”mail.ui.display.dateformat.thisweek”, 4);

Das Format der Zeit-/Datumsangabe im Mailheader wird dadurch nicht beeinflußt.

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Mailheader

Normalerweise werden Datum und Uhrzeit angezeigter Mails in die Zeitzone des anzeigenden Rechners umgerechnet. Manchmal wäre aber nützlich, Datum und Zeit in der des Senders anzeigen zu können – inklusive Nennung dieser Zeitzone.

Leider war es aus internen Gründen (eingefrorenes Interface der Low-Level-Funktionen) jahrelang nicht möglich, die Zeitzoneninformationen im formatierten Zeitstempel verfügbar zu haben.

Deshalb hatte ich Mitte 2003 es zumindest ermöglicht, den Date-String aus dem Mailheader direkt zu übernehmen und anzeigen zu lassen. Das hatte ein paar Nachteile, wie nicht immer gleiches Format und vor allem nicht lokalisierte Wochentags- und Monatsangaben (d. h. beispielsweise „Wed“ statt „Mit“ auch auf einem deutschen System), war aber leider die einzige Möglichkeit.

Das zugehörige Pref war mailnews.display.original_date – ein standardmäßiges UI dazu gab es nicht.
user_pref("mailnews.display.original_date", true); schaltete es ein, false bzw. entfernen des Prefs wieder aus.

Relativ kurz vor Release von Thunderbird 3.0 und SeaMonkey 2.0 ist jetzt nach Vorarbeit im Backend endlich eine lokalisierte und formattierte Anzeige mit Zeitzone möglich. Aktiviert wird diese über das Pref mailnews.display.date_senders_timezone.
Das alte Pref wird automatisch migriert und ausgewertet wenn es gesetzt ist, das wird sich aber sehr wahrscheinlich in späteren Releases ändern. Das neue Verhalten ist in Nightlies ab 2009-03-12 verfügbar.

Das Format bzw. die Zeitzone der Datumsspalte in der Mailliste wird dadurch nicht beeinflußt.

Für Thunderbird gibt es seit einiger Zeit die Extension ConfigDate, mit deren Hilfe sich die genannten Einstellungen auch ohne manuelles Fummeln in den Prefs erledigen läßt.

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letzte Änderung am 23.10.2009
© Christian Eyrich
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